Der erste Urlaubstag hier ganz weit im Süden beginnt früh. Um 04:15 Uhr klingelt mein Wecker. Ich quäle mich nach 3 Stunden Schlaf aus dem Bett und treffe letzte Vorbereitungen, packe meine Tasche, richte mein Vesper, überlege mir, was mit meinen Avocados, dem reifen Spinat und den Radieschen während meiner Abwesenheit geschehen soll und viel zu schnell ist auch schon 05:15 Uhr.
Nun schlägt auch Ann-Christin unter schwerem Seufzen die Decke zurück um sich mit mir auf den Weg zum Busbahnhof zu machen.
Dort angekommen verabschieden wir uns und ich steige in das Gefährt, das ich die nächsten 8 Stunden nicht verlassen werde. Außer für gewisse dringende körperlich Bedürfnisse.
Doch die Fahrt ist interessanter als ich erwartet hätte: ich lerne einen Südafrikaner in meinem Alter kennen und er bringt mir einige Afrikaans-Schimpfworte bei, die ich später an diesem Tag noch benutzen sollte.
Aber auch die Landschaft ist wunderschön, denn ich fahre die ganze Zeit an der berühmten Garden-Route entlang und hier gibt es einiges zu sehen. Riesige grüne Wälder. Manchmal aus Tannen wie bei uns und ich stelle mir vor ich wäre wieder in DE. Manchmal ist alles aber auch einfach frisch grün und ich fühle mich wie in den Tropen, während sich Wellblechhütten an nasse grüne Hänge drängen. Wunderschön.
Und dann ist es soweit: ich komme an der Tankstelle an, an der ich mich mit Nina, Erik und Gabriel verabredet hatte. Sofort düsen wir weiter in Richtung Bloukrans, wo die Jungs an einem Gumiseil 216 m in die Tiefe springen wollen.
Rein aus Interesse frage ich, ob ich auch mitspringen könne. Doch meine Miturlauber verneinen: man müsse sich längere Zeit vorher anmelden. Na gut. Schade. Doch zu meinem Glück kommen wir viel zu spät und der nächste Sprung ist erst um 17:00 Uhr. Ich warte mit den anderen Plumsteadern auf den Sprung als Erik plötzlich ruft ich solle zur Anmeldung kommen, wo es plötzlich heißt: „Du wolltest doch auch springen, oder?“. Also gut: Durch die Weihnachtsgeschenke von Omi, Opa, meiner Tante Ute und meinen lieben Ellies habe ich eh keine Geldsorgen also.. Warum nicht? Aber so richtig realisiere ich noch nicht, was ich da gerade kaufe und also wir warten versuche ich diesen Zustand bei zu behalten.
Rein aus Interesse frage ich, ob ich auch mitspringen könne. Doch meine Miturlauber verneinen: man müsse sich längere Zeit vorher anmelden. Na gut. Schade. Doch zu meinem Glück kommen wir viel zu spät und der nächste Sprung ist erst um 17:00 Uhr. Ich warte mit den anderen Plumsteadern auf den Sprung als Erik plötzlich ruft ich solle zur Anmeldung kommen, wo es plötzlich heißt: „Du wolltest doch auch springen, oder?“. Also gut: Durch die Weihnachtsgeschenke von Omi, Opa, meiner Tante Ute und meinen lieben Ellies habe ich eh keine Geldsorgen also.. Warum nicht? Aber so richtig realisiere ich noch nicht, was ich da gerade kaufe und also wir warten versuche ich diesen Zustand bei zu behalten.
Zur Beruhigung mache ich ein wenig Yoga und dann geht‘s auch schon auf zur Brücke. Ein Höllenweg liegt vor uns: Die Gitter die unter der Brücke entlang zum Absprung führen wippen bei jedem Schritt und machen wegen des ganzen Rostes überhaupt keinen sicheren Eindruck. Ich schaue nur grade aus, weil ich auf keinen Fall sehen will, wie tief mein Fall sein wird.
Viel zu schnell kommt er auch
und ich beobachte mich dabei, wie ich zu Absprungkante vor hopple. Natürlich schaue ich immer noch NICHT nach unten, als mir gesagt wird, dass der Fotograf noch nicht da ist.
Ich hopple zurück. Er kommt.
Ich hüpfe wieder vor.
und ich beobachte mich dabei, wie ich zu Absprungkante vor hopple. Natürlich schaue ich immer noch NICHT nach unten, als mir gesagt wird, dass der Fotograf noch nicht da ist.
Ich hopple zurück. Er kommt.
Ich hüpfe wieder vor.
Dann Zählen:
5..4..3..2..1..Bungeeee.
Ich Springe. Strecke die Arme und sehe 300 Meter Abgrund unter mir.
Schreie.
Die Seele aus dem Leib.
Die intensivsten 4 Sekunden meines Lebens! Ach.. Du.. scheiße.
Was für ein Erlebnis! Vor allem wenn ich mir überlege, dass ich heute morgen noch nicht mal wusste, was mich am Nachmittag erwarte würde.
Als wir abends in unserem Backpacker in Jeffreys Bay ankommen schaue ich nur noch ein wenig beim Pool spielen zu und verkrieche mich sehr bald in meinen kuscheligen Schlafsack.
Beim Einschlafen frage ich mich, was der Urlaub wohl noch so für mich bereit hält. Und freue mich schon jetzt auf was immer da kommen mag.
In diesem Sinne eine Gute Nacht,
Euer Adrian auf Reisen

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen